Ab ins Freie – Familienportraits in der Natur

Von Simone

1. Juli 2020

Familienporträts sollen berühren und begeistern, Erinnerungen wachhalten und Begleiter durch die Jahre sein. Besonders in der schönen Jahreszeit bietet es sich an, solche Familienporträts in der freien Natur aufzunehmen.

In der Regel wünschen sich Eltern Bilder, auf denen alle schön und ausgelassen aussehen. Oftmals konzentrieren sich die Erwachsenen so sehr auf die Kinder, dass sie schließlich selbst angestrengt, redend oder abgelenkt wirken – oder fotografieren so, dass alle Beteiligten schlicht in die Kamera schauen. Das Ergebnis ist dann das klassische „Kaminsimsbild“.

Außergewöhnliche Blickwinkel, Konstellationen und Orte

Ähnlich wie in der Hochzeitsfotografie gibt es viele Familien, die wollen, dass ihre Bilder modern und ungezwungen aussehen und dafür lohnt es sich, auch mal radikal den Blickwinkel zu ändern.

Warum nicht einmal wild-romantische Bilder bei Sonnenuntergang am See oder vor den Mauern einer Industriebrache?

Die meisten Familien wünschen sich ein Gruppenbild, auf dem alle Beteiligten zu sehen sind, aber auch Bilder kleinerer Untergruppen haben ihren Reiz. In Zweierkombinationen findet sich oft viel mehr Gefühl als in Gruppen. Das kann ein Vater sein, der mit seinem Kind tobt oder eine Mutter mit ihren Kindern.

Für den Aufbau eines Familienfotos in der Natur gibt es unzählige Möglichkeiten. Familienporträts aus erhöhter Perspektive anstatt klassisch auf Augenhöhe, wirken sehr zusammengehörig, vor allem wenn sich die Köpfe der Familie berühren und sich alle an den Händen halten.

Auch für alle anderen Posen gilt, dass Körperkontakt den Bildern mehr Innigkeit verleiht, auch wenn es nur eine Hand auf der Schulter ist. Ein Vorteil dieses Blickwinkels ist auch, dass alle Beteiligten ihre Gesichter trotz des Größenunterschiedes in einer Ebene behalten und gleichmäßig scharf abgebildet werden.

Tageszeit, Hintergrund und Kleidung

Je mehr Personen auf einem Bild zusammenkommen, desto gleichmäßiger sollte der Hintergrund sein, sonst wird das Bild unruhig. Gerade Familienporträts mit Bewegung im Bild lassen sich im Freien besonders gut realisieren. Gärten oder Parks mit ihrer Weite oder flächige Hintergründe wie Mauern lenken den Blick auf die Personen. Zudem lassen sich bei Mauern die Schattenseiten für ein gleichmäßiges Licht nutzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kinder herumtollen können und sich nicht beengt fühlen.

Morgens und abends eignen sich am besten für Fototermine, weil zu diesen Zeiten das Licht am schönsten ist. Bei tiefstehender Sonne lässt sich mit Schattenrissbildern der Fokus ganz auf die Aktion der einzelnen Familienmitglieder lenken. In einem solchen Motiv konzentriert sich alles auf den Moment.

Das Thema Kleidung spielt beim Gesamteindruck von Familienporträts eine wichtige Rolle: Denn geht der Stil oder die Farbe der Kleidung zu sehr auseinander, wirkt das Bild am Ende nicht harmonisch. Für den Gesamteindruck eines Familienbildes bedeutet abgestimmte Kleidung aber einen großen optischen Unterschied. Wichtig ist nur, dass sich jeder im selben Farbraum bewegt.

Familienporträts mit Charakter

Professionelle Familienporträts in der Natur aus verschiedenen Perspektiven, an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Tageszeiten – das sind Aufnahmen, die beim späteren Betrachten auch Erinnerungen geknüpft werden und die im Nachhinein einen wesentlich größeren Wert für die Familien haben.

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