Tierfotografie – Tiere fotografieren als Portrait- oder als Actionfotografie

Von Simone

5. Mai 2020

In den meisten Familien sind Haustiere ein fester Bestandteil und gehören gewissermaßen zur „Familie“. Egal ob Katze, Kaninchen oder Hunde – wir verbringen viel Zeit mit ihnen und daraus entsteht der Wunsch nach schönen Tierportraits an der Wand oder im Fotoalbum. Neben Kindern sind Haustiere die beliebtesten Fotomotive und mitunter ist die Tierliebe sogar ein Grund, sich eine Kamera zu kaufen.

Haustierfotos – eine eigene Disziplin

Haustiere sind zwar als Fotomotiv sehr beliebt, für Aufnahmen, die über Schnappschüsse hinausgehen, braucht es aber Geduld, sehr viel Übung und gute Reflexe. Gute Haustierbilder erfordern vom Fotografen ähnliche Fähigkeiten wie in der Sport- oder Hochzeitsfotografie. Weil Tiere meistens nicht lange stillsitzen können, sind sie kein leicht einzufangendes Motiv und man braucht das Wissen aus anderen fotografischen Disziplinen.

Tierfotografie: Action- oder Portraitfotografie?

 Grundsätzlich gibt es zwei Arten, Tiere zu fotografieren: Als Portrait- oder als Actionfotografie. Beide Arten haben ihre eigenen Vorteile und Anforderungen.

Als Portraitfotografie, bei der das Tier in einem stillen Moment abgelichtet wird, liegt es häufig auf dem Boden oder leicht erhöht vor dem Fotografen. Große Blende und längere Belichtungszeit sorgen dafür, dass der Hintergrund eher verschwommen ist und nicht vom Hauptmotiv ablenkt. Solche Aufnahmen wirken sehr harmonisch und unterstreichen die Schönheit des Tieres.

Bei der Actionfotografie steht die Bewegung im Vordergrund – das Tier wird im Sprung, Lauf oder Flug abgebildet. Neben extrem kurzen Belichtungszeiten erfordert die Actionfotografie vom Fotografen gute Reaktionen und Antizipation der Bewegungen, damit sich das Tier zwischen der Fokussierung und der Auslösung nicht aus dem Schärfebereich hinaus bewegt.

Haustier-Shooting im Fotostudio

 Wer sich bereits etwas mit der Haustierfotografie befasst hat weiß, dass es zwar auf den ersten Blick recht einfach erscheint, sich dann aber als alles andere als leicht entpuppt. Tiere posieren meist nicht auf Kommando, sind unruhig, nervös oder einfach desinteressiert am Foto selbst. Gerade im Freien sind vielleicht auch viele spannendere Gerüche oder Geräusche in der Umgebung, die ein posieren an einer Stelle noch weiter erschweren. Der Schlüssel für gute Haustierfotos sind also Geduld und eine ruhige Ausstrahlung. Es ist wichtig, genug Zeit einzuplanen, denn manchmal dauert es seine Zeit, bis der Moment für das gelungene Bild da ist. Die Shooting-Dauer sollte zudem auch dem Alter des Tieres angepasst sein, denn gerade junge Tiere können sich noch nicht so lange auf die verschiedenen Kommandos konzentrieren und werden bei längeren Terminen müde und überdreht.

Einige Tipps für das Shooting im Studio:

  • Ein gepflegtes Fell sieht immer besser aus – deshalb eine Bürste mitbringen
  • Ebenso ein sauberes Tuch mitbringen, um Maul und Augen beim Shooting sauber zu halten
  • Das Lieblingsspielzeug immer mitbringen – die meisten Tiere lassen sich damit sehr gut lenken
  • Unbedingt einen Beutel mit Leckerlis mitbringen – für ein gutes Foto können solche „Bestechungen“ sehr hilfreich sein
  • Das Tier vor dem Shooting nicht überfüttern – sonst ist es im Studio nicht mehr so lebendig und reagiert auch weniger auf Belohnungen
  • Besonders bei Hunden ist es von Vorteil, wenn sie die gängigen Kommandos beherrschen

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